English German
 

Indikationen

Arteriosklerose
Unter Arteriosklerose, umgangssprachlich oft auch Arterienverkalkung oder Arterienverhärtung genannt, versteht man eine Systemerkrankung der Schlagadern (Arterien), die zu Ablagerungen von Blutfetten, Thromben, Bindegewebe und in geringeren Mengen auch Kalk in (und nicht etwa an) den Gefäßwänden führt.

Blaseninfektion
Eine Entzündung der Harnblase ist in den meisten Fällen eine aufsteigende Infektion, deren häufigste Ursache gramnegative Stäbchen aus der Darmflora (Escherichia coli in 80 % der Fälle) sind. Auch grampositive Kokken, Mykoplasmen, Ureaplasmen, Hefen, Chlamydien, Viren und chemische oder mechanische Reize können dafür verantwortlich sein. Begünstigt wird die Blaseninfektion durch Abflussstörungen des Urins aus der Harnblase, Lebensalter, weibliches Geschlecht und medizinische Eingriffe. Die Therapie ist in aller Regel antibiotisch. Eine gefürchtete Komplikation ist die Nierenbeckenentzündung, die mit hohem Fieber bis hin zu Blutvergiftung und Abszessbildung einhergehen kann.

Carotis-Stenose
Häufigste Erkrankung der Arteria carotis ist eine arteriosklerotisch bedingte Gefäßverengung (Stenose). Diese liegt aus hämodynamischen Gründen in der Mehrzahl der Fälle im Bereich der Carotisbifurkation, also im Bereich der Aufteilung in Arteria carotis interna und Arteria carotis externa. Risikofaktoren sind Rauchen, hohe Cholesterinwerte, Bluthochdruck und männliches Geschlecht. Diese Erkrankung erhöht das Schlaganfallsrisiko, so dass hier bei entsprechendem Schweregrad eine Operation (Thrombendarteriektomie) oder eine Stentangioplastie durchgeführt werden.

Diabetes
Diabetes mellitus fasst verschiedene Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels zusammen, die durch erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet sind. Die beiden bekanntesten Formen sind Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2.  Am häufigsten tritt Diabetes Typ 2 (etwa 95 Prozent) auf. Aktuell sind etwa 6 Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes erkrankt. Das entspricht mehr als 9 % der erwachsenen Bevölkerung. Dunkelziffer: Von diesen 6 Millionen weiß jeder Fünfte (=1,3 Millionen) noch nicht von seiner Erkrankung.

Diabetisches Fußsyndrom
Das diabetische Fußsyndrom (DFS) ist eine Folgeerkrankung der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Durch den Insulinmangel ist der Stoffwechsel gestört und der Körper kann nicht optimal mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Hierdurch werden Blutgefäße und oberflächliche Nerven in den Beinen und Füßen geschädigt. Auf Grund der Schädigung der peripheren Fußnerven werden vom Patienten Schmerzen nicht mehr bewusst wahrgenommen. Das hat zur Folge, dass Verletzungen nicht gefühlt werden und sehr schnell Entzündungen entstehen. Durch die Schädigung der Blutgefäße heilen Wunden nur schlecht. Ca. 30.000 Amputationen werden als Folge des diabetischen Fuß-Syndroms jährlich in Deutschland vorgenommen.

Offenes Bein
Der Begriff Ulcus cruris bezeichnet in der Medizin einen Substanzdefekt im Gewebe des äußeren Unterschenkelbereiches. Typischerweise sind es offene, meistens nässende Wunden, die über lange Zeit nicht abheilen. Umgangssprachlich wird das Ulcus cruris auch als „offenes Bein“ bezeichnet. Betroffen sind meistens ältere, von mehreren Grunderkrankungen betroffene Menschen. Etwa 80 % bis 90 % aller Ulcera gelten als venös bedingt und etwa 10 % sind auf arterielle  Durchblutungsstörungen zurückzuführen.

Restenose
Stenosen der Blutgefäße werden zumeist durch Arteriosklerose verursacht. Bei der Koronaren Herzkrankheit (KHK) ist eine Stenose oft die Vorstufe eines Verschlusses, die dann zum akuten Herzinfarkt führt. Es kommen auch Stenosen an den Beingefäßen, den Nierenarterien, den Iliakalgefäßen und an den Halsgefäßen vor. Letztere stellen ein Risiko für einen Hirninfarkt durch Gefäßverschluss oder arterielle Embolie dar. Mit Restenose wird der erneute Verschluss des Blutgefäßes nach erfolgter Behandlung bezeichnet. Dies ist eine häufige Komplikation zum Beispiel nach dem Einsetzen eines Stents, wenn körpereigenes Gewebe in das Gefäß hinein wuchert und es dadurch wieder verengt.

Verbrennungen
Eine Verbrennung oder ein Verbrennungstrauma ist eine Schädigung durch übermäßige Hitzeeinwirkung. Diese kann durch heiße Flüssigkeiten (Verbrühung), Dämpfe oder Gase, Flammeneinwirkung und Explosionen, starke Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand), elektrischen Strom oder Reibung entstehen. Bei der Verbrennung werden primär Haut und Schleimhaut geschädigt. Vergleichbare Schäden verursacht die Kälteverbrennung, eine Sonderform von lokaler Erfrierung.